System Dynamics Politics: Warum das “System Welt” macht, wofür es konfiguriert ist


14. Februar 2026 / Michael Geiss

Was die Welt für erratisch hält, ist systemtheoretisch erstklassig. Die Politik der amerikanischen Regierung ist wirksam, weil sie bestimmt, was Wahrheit und was Recht ist. Weil sie Wissenschaft und Justiz delegitimiert. Weil sie selbst Informationskanäle besetzt. Mit der Intuition eines Kindes, das entdeckt hat, dass der Lichtschalter die Erwachsenen verrückt macht. Oder mit systemischer Präzision aus Meadows Lehrbuch?

Denn sie operiert an den wirksamsten Hebelpunkten, die Donella Meadows je beschrieben hat: Paradigmen angreifen statt Regeln setzen. Ausgleichende Mechanismen wirkungslos machen. Millionen Menschen direkt adressieren. Das verändert nicht Meinungen, sondern erzeugt eine neue Entscheidungsrealität.

Europas Demokratien appellieren an Vernunft, Einsicht und Moral – an Kompromiss und Demokratie. Die Jugend klebt sich resignierend nicht einmal mehr auf die Straße. Anscheinend hat hier niemand Forrester und Meadows gelesen. Wie verändert gerade wer die Welt?